Soziale Schulqualität

 
 
Unsere Schule hat im Schuljahr 2005/2006 ein Projekt begonnen, das bundesweit initiiert und ausgeschrieben war. Ziel des Projektes ist die Verbesserung des Schulklimas. Für unsere Schule haben sich Frau Raum und Frau Klement über zwei Jahre hinweg zu Koordinatoren des Projektes Soziale Schulqualität ausbilden lassen.  Wir erhofften uns dadurch vielfältige Anregungen und Hilfestellungen, da wir die schulhausinterne Situation streckenweise als belastend für Schüler und Lehrer empfanden. Zu Beginn unseres Projektes galt es zunächst, die bestehende Schulhaussituation zu analysieren und zu reflektieren. Als besonders störend wurde die Lautstärke im Schulhaus empfunden. Außerdem beobachteten wir vor allem in der Pause einen rüden und teilweisen rücksichtslosen Umgang der Kinder untereinander. Gemeinsam erarbeiteten wir daher die Aktion: "leise - langsam - rechts" und kürten die ruhigste Klasse zum Wochensieger. Begleitend dazu wurden klasseninterne Wahrnehmungsspiele
 
durchgeführt, um den Kindern Bedürfnisse und Empfindungen ihrer Mitschüler bewusst zu machen. Auch sollten die Kinder 
ihre Ausdrucksmöglichkeiten schulen und lernen, ihre Meinungen und Gefühle angemessen vorzubringen. Darüber hinaus 
wurde eine Schulhaus-Ordnung entwickelt und verbindlich aufgestellt.

Dank einer großzügigen Spende des Elternbeirates konnten zahlreiche Pausenspielgeräte angeschafft werden, die für  
sinnvolle Beschäftigung
in den Hofpausen sorgten und damit die Situation im Schulhof deutlich entspannte. Die Einrichtung eines pädagogischen 
Klassenzimmers  während der Pausenzeiten bietet Schülern zusätzlich die Möglichkeit zur Reflexion und Erholung.
Das Kollegium nutzte projektbegleitend die Möglichkeit, zum "Pädagogischen Tag" einen Referenten einzuladen. Herr Karl-Heinz Bittl unterstützte unsere Arbeit durch intensive Einführung in Werteerziehung und Konfliktbearbeitung. So entwickelten wir weitere Schwerpunkte für unser Projekt und erarbeiteten mit den Kindern u.a. die "Stopp-Regel" bei auftretenden Grenzüberschreitungen.     
Möglichkeiten zur Gewaltprävention wurden erörtert und die Kinder für die Anzeichen von unangenehmen Situationen 
sensibilisiert.

Zur "Sozialen Schulqualität" gehört natürlich auch die Einbeziehung moderner Unterrichtsmethoden. So reflektiert unser Kollegium regelmäßig unterschiedliche Methoden und alternative Wege unter Einbeziehung neuester Erkenntnisse.
Natürlich darf man nicht damit zufrieden sein, dieses Projekt einmal durchgeführt zu haben. Es kann nur Sinn machen, wenn die Bedürfnisse der Schüler und Lehrer ständig reflektiert werden und darauf reagiert und agiert wird.
Deshalb werden wir unser Projekt auch in Zukunft weiterleben lassen!
 
18.05.2008 - Eine Information der Grundschule Paniersplatz