Sonderpreis für - Bewegung und Sport -




Und gleich nochmal im Jahr 2011, weil es so schön ist, wieder Sieger zu sein:
Mit 15 zusätzlichen Sportstunden für alle, regelmäßigen Sportvormittagen, Sport am Sonntagnachmittag, usw., gab es erneut den Sonderpreis mit der Unterschrift von Kultusminister Dr. Spänle persönlich. Überreicht wurde er wieder von Hern Rainer Riedel, Präsidiumsmitglied des Bayerischen Landessportverbandes. Sichtlich erfreut über diese Auszeichnung zeigte sich auch Schulrätin Gaby Bräutigam (2. v. links).

 









Auszug aus dem Magazin des Bayerischen Landes-Sportverbandes Nr. 45 vom 03.11.2009 Seite 11:





 
Vielfältige Bewegungsideen

Einmal mehr haben zahlreiche Schulen in Bayern den Sport und die Bewegung in den Mittelpunkt des Unterrichtsgeschehens gestellt, viel Kreativität an den Tag gelegt und keine Mühen gescheut, eine Woche lang allen Schülern,Eltern und am Schulleben beteiligten Personen den Spaß am Sport näher zu bringen. Aus den Einsendungen der Dokumentationen zur Aktionswoche, die den BLSV erreichten, hat eine Jury, bestehend aus Mitgliedern des BLSV-Schulausschusses, die diesjährigen Gewinnerschulen gekürt.

Ein Sonderpreis geht an die Grundschule am Paniersplatz Nürnberg. Die Schule veranstaltete einen Sportzirkus-Abend, an dem alle Schüler aktiv in der Manege sowie bei den Vorbereitungen, Bühnengestaltungen und hinter der Bühne eingebunden waren. Vor allem überzeugte man die Jury aber durch das ganzjährige sportliche Profil. Die Schule legt dabei besonders Augenmerk auf das Schwimmen lernen und das Ablegen von Schwimmabzeichen. Die Teilnahme von Schülern, Lehrern und Hausmeistern am Nürnberger Firmenlauf stellte nur eines der sportlichen Highlights der sehr aktiven Schule im vergangenen Schuljahr dar.



Preisverleihung durch Rainer Riedel, Präsidiumsmitglied des Bayerischen Landessportverbandes kurz vor Weihnachten:
Offene Kindermünder über einen Kultusminister, der den Preis für die tolle Arbeit im Fachbereich Sport an ihre Schule schickt ... !

 

Nürnberger Zeitung - Nürnberg Plus 16.12.2009





Bewegung macht schlau


Grundschule Paniersplatz wurde für Sportangebot ausgezeichnet

 

In der Grundschule Paniersplatz fällt keine Sportstunde aus. Vielmehr können die Kinder pro Woche unter 13 zusätzlichen Stunden wählen. Das Angebot ist einzigartig in Nürnberg. Die schuleigene Initiative «Bewegung und Sport» erhielt nun den Sonderpreis des Bayerischen Landessportverbandes (BLSV).

Das Fach Sport läuft an den meisten Grundschulen mehr oder weniger nebenher. Anders bei der GS Paniersplatz: Sie hat sich das Motto «Bewegung macht schlau» auf die Fahnen geschrieben. Die Schule leistet sich seit Februar 2008 einen eigenen Sportlehrer, der vom Förderverein bezahlt wird.

Das Zusatzangebot besteht täglich, direkt im Anschluss an den Unterricht, meist bis 14.45 Uhr. Dabei nutzt die Schule die rechtlichen Möglichkeiten des Kooperationsmodells «Sport nach 1» des Kultusministeriums und des BLSV.

Die Teilnahme ist freiwillig. Der Jahresbeitrag für das zusätzliche Sportangebot beträgt 80 Euro, für Nürnbergpass-Inhaber 30 Euro. «Unser Ziel ist es, die Kinder zu bewegen und die Eltern mit niedrigschwelligen Angeboten mit ins Boot zu nehmen», sagt Schulleiterin Siglinde Bartel.

«Der Migrationsanteil bei unseren Schülerinnen und Schülern liegt über 70 Prozent», erklärt Bartel. Vor allem die Mädchen aus diesem Kreis gehen selten in einen Sportverein. Für sie ist der zusätzliche Schulsport besonders wichtig.

Die Sportbegeisterung am Paniersplatz wird an vielen Stellen sichtbar. So nimmt die Grundschule an den Bundesjugendspielen und am Training für das Deutsche Sportabzeichen teil. Und in den Wintermonaten trifft man sich alle sechs Wochen am Sonntagnachmittag zum Familiensport. «Beim letzten Mal kamen 130 Personen in unsere Turnhalle, Kinder, Eltern und Großeltern», berichtet die Rektorin.

An den sogenannten Sportvormittagen können die Schüler zwischen verschiedenen Angeboten wählen, die jeweils von einer Lehrkraft betreut werden. Man geht zum Lauftraining in den Burggraben, macht Kinder-Yoga, besucht Spielplätze oder absolviert den Fitnesspfad in den Pegnitzauen. Besonderes Augenmerk legt die Schule darauf, dass jeder Schüler schwimmen kann.

Der Lehrplan sieht – je nach Klassenstufe – zwei bis drei Stunden Sport in der Woche vor. «Viele unserer Schülerinnen und Schüler kommen locker auf das Doppelte», sagt Siglinde Bartel. «Wir sind allerdings keine Leistungssportschule und wollen es auch nicht werden». Zweimal pro Woche wird das Fach Selbstverteidigung angeboten. Dabei spielt die «Hexe Paniersplatzschreck» eine besondere Rolle. «Die Puppe steht stellvertretend für einen bösen Menschen, gegen den sich das Kind wehren muss», erklärt der Sportlehrer. Auf der Grundlage von Ju-Jutsu werden die Kinder mit einfachen Verteidigungstechniken vertraut gemacht.

«Es ist inzwischen wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder, die viel Sport treiben, auch bessere kognitive Fähigkeiten entwickeln», sagt Rainer Riedel vom Präsidium des BLSV. Im Bereich Schulsport gebe es zwar viele Projekte und Initiativen, doch die meisten schliefen mit der Zeit wieder ein. «Diese Schule ragt durch ihr ganzjähriges Engagement heraus», so Riedel bei der Verleihung der Urkunde.

Mathias Orgeldinger 16.12.2009







Auszug aus dem Magazin des Bayerischen Landes-Sportverbandes Nr. 3 v. 19.01.2010 S. 8


Bewegungsfreude im Fokus

Die Teilnehmer an der Aktionswoche haben den Schulsport in der Woche vom 27. bis 31. Juli 2009 in den Mittelpunkt des Unterrichtsgeschehens gestellt. Die Schülerinnen und Schüler durften unter anderem zahlreiche neue Sportbereiche und Sportarten ausprobieren, Spiel- und Sportfeste sowie Bewegungstheater mitgestalten., bei Spenden- und Stadtläufen mitmachen und gesunde Ernährung "hautnah" miterleben.
Die Schülerinnen und Schüler der Siegerschulen aber auch die aller anderen "sportlichen" Schulen in Bayern haben das Glück, dass Bewegung und Sport in besonderem Maße in ihre schulische Bildung einfließt. Studien zeigen immer wieder deutlich auf, wie wichtig regelmäßiges Sporttreiben für das gesunde körperliche Heranwachsen, aber auch für die geistige Leistungsfähigkeit, das Lernvermögen und die Konzentrationsfähigkeit ist. Die nächste Aktionswoche wird im Schuljahr 2010/11 stattfinden.


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Manege frei für Circus Panierello

An der Nürnberger Grundschule am Paniersplatz überreichte Rainer Riedel, BLSV-Präsidiumsmitglied und Vorsitzender des Ausschusses "Schule und Verein", die Siegerurkunde samt Scheck. Die Ehrung nahm die Schulleiterin Siglinde Bartel vor zahlreichen Schülerinnen und Schülern in Empfang.
Rainer Riedel zeigte sich beeindruckt von dem Engagement der Schule: "Hier besteht das sportliche Angebot nicht aus strohfeuerartigen Projekten. Vielmehr ist es ein fester Bestandteil des schulischen Alltages."
Das zeigt sich schon allein am umfangreichen Angebot. Sportabzeichen, Bundesjugendspiele, Schwimmkurse, Sport nach 1, und sogar der gut besuchte Sportelternabend zeugen von Abwechslung und Freude an der Bewegung. Dass dieser Funke auf die jungen Schüler aus über 30 Nationen überspringt, zeigte sich unter anderem an dem Projekt "Circus Panierello". Hier waren alle Schüler eingebunden. Ein sportliches Fest, dass alle Zuschauer und Eltern begeisterte.
Sichtlich erfreut waren auch die verantwortlichen Sportlehrer: " Wir haben uns viele Gedanken gemacht, wie wir die Bewegungserziehung bei den Kindern gestalten. Mit verschiedenen Programmen haben wir getestet, was am besten ankommt." Mit großem Erfolg. DasProgramm bietet Angebote für alle Schüler. Der Antrieb zu diesem aufwändigen Sportprogramm der Schule kam aus einer immer bedeutenderen Erkenntnis. "Ich habe bei den Einschulungen immer wieder erhebliche Defizite bei den Kindern entdeckt: Übergewicht, Bewegungsarmut und ein unterentwickelter Bewegungsapparat. Das hat uns in unseren Anstrengungen bestärkt", so Gertrud Kopf.
Dass der sportliche Betrieb so anerkannt und integriert ist, ist ein Verdienst aller Beteiligten an der Grundschule am Paniersplatz. Das Phänomen, dass Sportstunden aufgrund von Krankheit des Lehrers oder Terminkonflikten ausfallen, gibt es hier nicht. Das hob die Schulleiterin Siglinde Bartel nochmals ausdrücklich hervor.
Problematisch gestaltet sich aber weiterhin die Finanzierung. Das Sportangebot kostet Geld und Personal. Da kommt die Siegerprämie natürlich gelegen. Weiterhin ist die Grundschule aber auch auf Sponsoren angewiesen. Bleibt zu wünschen, dass Gesellschaft und Politik den Wert des integrierten Schulsportes erkennen und ihre Investitionen in das Zukunftskapital Kinder erheblich ausbauen.


Birgit Dethlefsen / Matthias Riedel





28.10.11 - Eine Information der Grundschule Paniersplatz - Bewegung und Sport -