Bewegung und Sport

 

Erfolg durch Bewegung. Und dazu noch viel Freude!


 











Inlinerfahren, kleine Spiele, Zirkuskünste, Spiele mit dem Ball, Geräteturnen, Schulsport allgemein, Mädchen- und Jungenfußball, jeweils in der Form eines Workshops, starteten zu Beginn des Schuljahres 2008/09. Die Inhalte rotieren, so dass alle Kinder mit verschiedenen Sportarten  in Kontakt kommen können. Dabei stehen weder Perfektion noch  körperliche Höchstleistungen im Vordergrund. Ziel ist es, den Kindern vielfältige Bewegungserfahrungen zu ermöglichen, denn diese haben eine deutliche Leistungssteigerung in anderen schulischen Bereichen zur Folge. Nebenbei werden körperliche Leistungsfähigkeit und soziale Kompetenzen trainiert. Bewegungsmangel und Übergewicht wird vorgebeugt. Das Ganze wird durch eine enge Verzahnung mit dem Basissportunterricht und durch einen regen Austausch mit den Klassleiterinnen untermauert. Ein gemeinsam vereinbarter Organisationsrahmen aller Sportstunden im Haus garantiert bereits heute bei allen Lehrkräften äußerlich einheitliche Abläufe.  Die Erarbeitung von inhaltlichen Verknüpfungen wird derzeit in thematischen Lehrerkonferenzen intensiv vorangetrieben. Hierzu läuft mit einer Klasse bereits ein Modellversuch in der Praxis mit sehr positiven Ergebnissen.


Kindergartenkinder im letzten Jahr, sowie Gastschüler anderer Schulen, können ebenfalls an den zusätzlichen Bewegungs- und Sportstunden teilnehmen. Auch ein Quereinstieg ist jederzeit möglich.









 





Presseberichte zu -Bewegung und Sport- :

Nürnberger Zeitung 16./17.02.2008 Seite 1

Zu wenig Sport: Eine Schule hilft sich selbst 

Als erste Nürnberger Grundschule holt sich die Paniersplatz-Schule ab Montag einen Extra-Sportlehrer ins Haus, bezahlt von den Eltern. Der macht mit den Kindern keinen Leistungssport, sondern lustige Bewegungsarbeit.

Darüber zu jammern, dass es zu wenig Schulsport und zu viele bewegungsgestörte Kinder gibt, ist für die kleine Altstadtschule eine Haltung von gestern. Wo der klamme Staat nicht weiterhilft, behilft sie sich kurzerhand selbst und stellt zum neuen Halbjahr einen erfahrenen Sportlehrer als Honorarkraft an. Ab sofort bietet der nach Schulschluss im Haus zwölf Extra-Stunden an: Mädchen- oder Jungenfußball sowie allgemeine Bewegung   -   ob Zirkusspiele oder Brennball, Spaß soll es machen.
Die 193 Schüler haben die Wahl, sie können alles belegen oder nur eine der Stunden; die meisten sind klassenübergreifend und offen auch für Gastkinder. Verpflichtend kann der Zusatzsport rechtlich nicht sein, aber "Schulleitung und Elternbeirat empfehlen die Teilnahme dringend", sagt Siglinde Bartel, die Rektorin. Die Empfehlung gilt auch für die Bezahlung: 40 Euro kostet das Angebot pauschal pro Halbjahr und Schüler, für Bedürftige mit Nürnberg-Pass 15 Euro. Bartel ist hochzufrieden mit der Rückmeldung auf die Elternrundbriefe. Zwei Drittel hätten schon zugesagt, sagt sie, jeder Kurs ist belegt, der Fußball überfüllt.

Die Paniersplatz-Schule hat zudem den Ehrgeiz, sich hervorzutun als Nürnberger Sportschule im Breitensport und nicht im Leistungssport wie die Bertolt-Brecht-Schule. Ins Schullogo hat sie bereits die Worte "Bewegung und Sport" gedruckt.
Der lehrplanmäßige Sportunterricht am Vormittag ist zwar beliebt, sagt Siglinde Bartel, aber zu kurz, um den Bewegungsmangel der Schüler auszugleichen. Den beobachten die Lehrerinnen besonders bei Mädchen aus Migrantenfamilien. Und am Paniersplatz haben zwei Drittel der Schüler einen Migrationshintergrund. "Die meisten sitzen nachmittags nur zu Hause, da wird kein Ausflug gemacht, kein Spielplatz oder Verein besucht", sagt die Rektorin. Jetzt müssen die Eltern ihr Kind nicht einmal irgendwohin fahren, um das zu ändern.                                                                                                                                          

Isabel Lauer


 





Nürnberger Nachrichten / Nürnberger Zeitung / Nürnberger Stadtanzeiger Nord 05.03.08 S. 2


Wenn Vater und Sohn gemeinsam schwitzen

Altstadt: Grundschule am Paniersplatz veranstaltet sportliche "Mitmach-Abende" für die ganze Familie - Fußball-Mädels sind erfolgreich

von Marco Mora

ALTSTADT  -  Mit einem kurzweiligen Mitmach-Sportabend für Eltern und Kinder hat die Grundschule Paniersplatz  ihr neues umfassendes Sportangebot vorgestellt.
"Wir möchten alle unsere Schüler für den Turnunterricht begeistern", lautet das ehrgeizige Ziel der Nürnberger Grundschule. An diesem Nachmittag ist ihm bereits ein großer Schritt gelungen: 88 Mädchen und Jungen haben sich gemeinsam mit ihren Eltern für den ersten der beiden Durchgänge des "Mitmach-Sportabends" gemeldet. Und die sorgen dafür, dass in der Turnhalle der Schule gleich richtig Stimmung aufkommt.
Egal, ob bei Aerobic, Fußball oder bei einem der vielen witzigen Sportspiele: Die Kids rennen, hüpfen und schreien um die Wette. Und auch die Erwachsenen sind schnell mit Feuereifer dabei. "Ich finde es toll, am Freitagabend mal vom Schreibtisch wegzukommen und gemeinsam mit den Kindern zu schwitzen und mich zu bewegen", freut sich Stefan Nitsche (52). Um mit seinem neunjährigen Sohn Sebastian mithalten zu können, muss sich der Familienvater richtig ins Zeug legen. Der Junge ist schließlich begeisterter Fußballspieler.
Z w ö l f  S t u n d e n  m e h r     Sichtlich erfreut ist Schulleiterin Siglinde Bartel über den Zuspruch, den das neue Sportangebot findet: "  Soweit ich weiß, sind wir damit die einzige Grundschule in Nürnberg, die ein so umfassendes Programm ermöglicht". Und dabei soll es in Zukunft keineswegs bleiben: "Vorgesehen sind weitere Projekte, wie etwa Leichtathletik oder Kurse zur Gewaltprävention und Selbstverteidigung. Dabei bemühen wir uns auch auf die Wünsche der Kinder einzugehen und ihnen Sportstunden nach ihren Vorstellungen anzubieten"! 
Der absolute Renner ist derzeit ganz klar Fußball - Mädchenfußball wohlgemerkt!  "Fußball speziell für Mädchen bieten wir schon seit längerem an, seit Dezember vergangenen Jahres haben wir aber eine richtige Mädchen-Schulhausmannschaft", freut sich der ausgebildete Sportlehrer.
Unbestrittener Höhepunkt der Veranstaltung an diesem Tag ist dann auch das Fußballspiel der Mädchen gegen die Jungen. Und dann geht es los: Man merkt den Jungen an, dass sie echte Fußballer sind. Angefeuert von ihren Teamkollegen, gehen sie schnell in Führung.
Bald liegen sie mit 3:0 scheinbar unaufholbar vorne. Doch dann zeigt sich, aus was für einem Holz die Paniersplatz-Mädels gemacht sind: In einem grandiosen Schlussspurt gelingt ihnen die Aufholjagd zum 3:3-Endstand. "
F a i r e r  B e i t r a g     Während bald darauf Kinder und Eltern erschöpft, aber zufrieden Richtung Umkleidekabinen verschwinden, macht sich Schulleiterin Bartel bereits für die nächste Runde bereit: "Wir hoffen, mit dem zusätzlichen Angebot möglichst alle Kinder unserer Schule für den Sportunterricht zu gewinnen. Das Beste ist jedoch, dass auch Grundschüler anderer Einrichtungen bei uns mitmachen können".
Ermöglicht wird der zusätzliche Unterricht durch das Kooperationsmodell "Sport nach 1", welches vom Bayerischen Staatministerium für Unterricht und Kultus sowie vom Bayerischen Landessportverband unterstützt wird. Da diese die Kosten nicht alleine tragen können, sollen die Eltern der teilnehmenden Kinder einen fairen Beitrag pro Schulhalbjahr bezahlen.

 






25.01.09 - Eine Information der Grundschule Paniersplatz - Bewegung und Sport -